Gruppenzugehörigkeit und Gruppendynamik

Es ist unbestritten, dass das soziale Umfeld einen großen Einfluss auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Heranwachsenden hat. Dieses Umfeld ist in der Regel wesentlich geprägt von der nationalen und kulturellen Gruppenzugehörigkeit. Innerhalb dieser Gruppen ist es schwierig, sich von einer mit dieser Gruppenzugehörigkeit verbundenen Einstellung oder Meinung temporär oder überhaupt zu distanzieren. 

Diese oftmals fehlende Flexibilität der Meinungsbildung hindert aber auch darüber hinaus in anderen, nicht mit der Kultur konfliktären Fragestellungen daran, eine eigene Meinung zu bilden und diese zu verteten, was z.B. große Nachteile im schulischen und außerschulischen Lernverhalten nach sich zieht.

Durch das spielerische Vermitteln von (unkritischen) Themen, die außerhalb der Grundsatzkonflikte verschiedener Kulturen liegen, können Kinder und Jugendliche gruppendynamische Prozesse bewusst und unbewusst trainieren. Diese sind Voraussetzung für eine gesellschaftliche und politische Mitwirkung. 

Mit dem Projekt UNIBEL soll besser verstanden werden, ob ein solcher spielerischer Ansatz angenommen wird und einen direkten oder indirekten Beitrag zu gruppendynamischen Prozessen bei der Meinungsbildung leisten kann. Durch die kurze Dauer der Zusammenarbeit (4 mal 3 Stunden) soll außerdem festgestellt werden, ob die Vorgehensweise auch als Seminarkonzept im Schulunterricht  Anwendung finden kann.

1 Kommentar zu „Gruppenzugehörigkeit und Gruppendynamik“

  1. stefan sagt:

    sehr schön, sich dem thema aus der explizit ‘unkritischen’ ebene heraus zu nähern, und damit einen raum der realen (er)lebenswelt zu betreten.
    so besteht die chance, an grundmuster heranzukommen und quasi als initialzündung horizonte überhaupt zu eröffnen. ohne mit aussenperspective und klischee-problematiken andere (vermeintlich bessere) fixierungen zu erzeugen.

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