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Auswertung des UNIBEL-Projekts

Freitag, 3. Juli 2009

Aktuell, fast ein Jahr nach dem Abschluss des Pilotprojekts zu UNIBEL - UNgleich und flexIBEL, bei dem das Vorgehensmodell zur Förderung der gesellschaftlichen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund erprobt werden konnte, findet eine Befragung der Teilnehmner statt. Angelehnt an das Evaluationskonzept während der Pilotphase wurde ein Fragebogen zur Nachevaluation verteilt. Die Ergebnisse werden im Herbst 2009 veröffentlicht.

Evaluationsergebnisse

Freitag, 26. September 2008

Mit den Auswertungen der Fragebögen ist der Probedurchlauf des Vorgehensmodells abgeschlossen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ziele des Vorgehensmodells erreicht worden sind. Bei den einzelnen Teilbetrachtungen konnten sowohl Bestätigungen festgestellt als auch Optimierungspotentiale erkannt werden. Besonders hervorzuheben sind die hohe Akzeptanz der Vertrauens- und Rollenspiele als Vorstufen zu den Schauspielelementen. Eine besondere Herausforderung stellte die differenzierte Teilnehmerakquise dar. Während sich bei der Vorstellung des Projekts in Schulen zahlreiche Interessenten meldeten und auch die Anmeldungsformulare anforderten (ca. 100 Anmeldungen wurden an Kinder bzw. Jugendliche mit Migrationshintergrund bei nur 4 Schulen und Beschränkungen auf die Klassenstufe 5-6 ausgegeben), waren die Rückläufe nach Anmeldefrist sehr gering. Besonders die Einbindung und Zustimmung der Erziehungsberechtigten stellte sich als schwierig heraus. Ursachen hierfür sind teilweise analysiert, sollten aber zukünftig Gegenstand einer genaueren Untersuchung sein.

Die Ergebnisse, vor Allem die Rückmeldungen der Teilnehmer  nach Ende der Veranstaltungen, sind ermunternd und motivieren eine Ausweitung des Vorgehensmodells. Optimal wäre eine Seminar-basierte Integration in den Schulunterricht. Ein entsprechendes Konzept soll in einem Folgeprojekt erarbeitet werden.

Rückblick auf den UNIBEL-Probelauf

Mittwoch, 9. Juli 2008

Am Samstag, den 28. Juni 2008 fand die letzte Veranstaltung im Rahmen des Projekts UNIBEL statt. Damit ist auch der erste Probelauf für das Vorgehensmodell beendet. Am letzten Termin waren Repräsentanten/ Stadträte der beiden großen Parteien in Mannheim anwesend und konnten sich von den Ergebnissen überzeugen.

Eine genauere Analyse des Nutzens der Veranstaltungen kann erst mit der Auswertung der Fragebögen erfolgen. Trotzdem kann zum jetzigen Zeitpunkt an Hand einiger kritischer Erfolgsgrößen eine positive Bilanz gezogen werden.

So war es z.B. wichtig, dass eine möglichst große Zahl der teilnehmenden Kinder/ Jugendlichen bis zum letzten Veranstaltungstag dabeiblieben, da erst zu diesem Zeitpunkt die “Früchte des Vorgehens geerntet werden konnten”. Das Vorgehensmodell zielte ja gerade darauf ab, durch vertrauensbildende Maßnahmen und Aktivitäten die Teilnehmer zu mehr Beteiligung und Meinungsäußerung zu bewegen.

Bei der Übergabe der Teilnehmerzertifikate mit den Teilleistungen “Gruppenprofi”, “Meinungsprofi”, “Theaterprofi” und “Politikprofi” waren dann auch bis auf wenige entschuldigte Personen alle Teilnehmer anwesend.

Auch die Eindrücke der beteiligten Betreuer und Experten war durchweg positiv. Bleibt abzuwarten, wo sich aus den Auswertungen noch Verbesserungspotentiale  ableiten lassen. Das Modell als Ganzes scheint in jedem Fall Anspruch und Wirklichkeit miteinander zu verbinden.

Einige Eindrücke findet Ihr hier!

Proof of Concept

Sonntag, 15. Juni 2008

An den vergangenen Samstagen, dem 7. und dem 14. Juni, fanden die ersten beiden von insgesamt 4 Veranstaltungen des Projekts UNIBEL in Mannheim statt.

In einem Zeitungsartikel des Mannheimer Morgens anlässlich des ersten Event-Nachmittags wurde vergangene Woche noch einmal darauf ingewiesen, dass es sich bei den Veranstaltungen um einen Probelauf handelt, bei dem ein Vorgehensmodell zur spielerischen Vermittlung von komplexen Themenstellungen, insbesondere aus Politik und Gesellschaft, getestet werden soll.

Die ersten Eindrücke wurden mit Hilfe der begleitenden Erhebung als sehr positiv bewertet. Wichtig war nach der ersten Veranstaltung vor allem, dass es bei der Zahl der (freiwilligen) Teilnehmer zu keinem Einbruch beim zweiten Termin kam. Um so erfreulicher war es, als man wieder die ursprüngliche Teilnehmerzahl bestätigen konnte.

Wichtig wird es im Folgenden sein, die positiven und negativen Rückmeldungen der Jugendlichen, sowohl in Bezug auf die Akzeptanz der Veranstaltungen als auch die Erreichbarkeit der erwünschten Lernziele, zu erfassen und auszuwerten.

Erst dadurch können genügend Hinweise gesammelt werden, ob und wie dieses Vorgehensmodell auch flächendeckend, z.B. im Schulunterricht, einen Beitrag zu mehr Beteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund am gesellschaftlichen Leben, insbesondere auch bei der demokratischen Vertretung ihrer Interessen, leisten kann.

Gruppenzugehörigkeit und Gruppendynamik

Mittwoch, 28. Mai 2008

Es ist unbestritten, dass das soziale Umfeld einen großen Einfluss auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Heranwachsenden hat. Dieses Umfeld ist in der Regel wesentlich geprägt von der nationalen und kulturellen Gruppenzugehörigkeit. Innerhalb dieser Gruppen ist es schwierig, sich von einer mit dieser Gruppenzugehörigkeit verbundenen Einstellung oder Meinung temporär oder überhaupt zu distanzieren. 

Diese oftmals fehlende Flexibilität der Meinungsbildung hindert aber auch darüber hinaus in anderen, nicht mit der Kultur konfliktären Fragestellungen daran, eine eigene Meinung zu bilden und diese zu verteten, was z.B. große Nachteile im schulischen und außerschulischen Lernverhalten nach sich zieht.

Durch das spielerische Vermitteln von (unkritischen) Themen, die außerhalb der Grundsatzkonflikte verschiedener Kulturen liegen, können Kinder und Jugendliche gruppendynamische Prozesse bewusst und unbewusst trainieren. Diese sind Voraussetzung für eine gesellschaftliche und politische Mitwirkung. 

Mit dem Projekt UNIBEL soll besser verstanden werden, ob ein solcher spielerischer Ansatz angenommen wird und einen direkten oder indirekten Beitrag zu gruppendynamischen Prozessen bei der Meinungsbildung leisten kann. Durch die kurze Dauer der Zusammenarbeit (4 mal 3 Stunden) soll außerdem festgestellt werden, ob die Vorgehensweise auch als Seminarkonzept im Schulunterricht  Anwendung finden kann.

UNIBEL - Integration ist nicht gleich Assimilation

Freitag, 4. April 2008

In letzter Zeit fällt im Zusammenhang mit Integration häufiger auch der Begriff Assimilation. Dieser ist negativ behaftet und erweckt den Eindruck, dass es (mit Hinblick auf Integration) das Ziel der Politik oder der Gesellschaft sei, Menschen mit Migrationshintergrund in die hiesigen kulturellen oder religiösen Vorstellungen einzugliedern.

UNIBEL - UnGleich und Flexibel - möchte auf spielerische Art und Weise zeigen, dass gerade mit der Vielfältigkeit, z.B. in kultureller Hinsicht, ein besonderer gesellschaftlicher Mehrwert geschaffen werden kann. Es muss aber klar sein, dass dieser nur über eine gemeinsame Kommunikationsform erkannt und geschaffen wird.

Dabei muss man sich aber auch intensiver Gedanken machen (wollen), wo in den verschiedenen Kulturen - unabhängig von symbolischen Unterschieden  - in vergleichbaren Altersgruppen gemeinsame Werte bzw. Spielregeln erkennbar sind und inwieweit diese mit der Grundlage unseres Rechtstaats, dem Grundgesetz,  übereinstimmen. 

Kick-off Veranstaltungen zum Projekt UNIBEL

Mittwoch, 12. März 2008

Die Planungen für die UNIBEL Veranstaltungen im Juni sind angelaufen. Nach ersten Gesprächen werden für die zu vermittelnden Themen Theaterstücke konzipiert und Aktivitäten vorbereitet, auf deren Basis sozialwissenschaftliche Erhebungen stattfinden sollen. Darüber hinaus hat sich auch das zweisprachige Betreuungsteam mit Experten aus Deutsch-Türkischen und Deutsch-Italienischen Einrichtungen gefunden. Ab Freitag, den 14. März 2008 finden regelmäßig Abstimmungsgespräche zwischen den verschiedenen Teams statt, um eine optimale Abstimmung für die Veranstaltungen im Juni zu erreichen. Â